
Korallen werden durch die meist in Kolonien lebenden, winzigen
Nesseltierchen, die Korallenpolypen, aufgebaut. Sie lieben warmes,
klares Wasser, daher trifft man sie nur in bestimmten Regionen
unserer Meere, in denen optimale Bedingungen für sie herrschen.
Bei zahlreichen Arten der Steinkorallen sind die Polypen durch
ein hartes Kalkskelett geschützt, das sie Schicht um Schicht
ausscheiden. So bildet sich im Lauf von Jahrhunderten ein
Korallenriff.Mit ihren oftmals giftigen Nesselzellen versehenen
Fangarmen lähmen die Polypen vorbeitreibende Mikroorganismen bei
einem Kontakt und ziehen sie dann zu ihrem Mund. Korallen haben aber
auch noch eine andere Art der Nahrungsaufnahme: Sie leben in einer
faszinierenden Symbiose mit mikroskopisch kleinen Algen, den Zooxanthellen. Die Algen nutzen das Licht und versorgen die Korallen
mit Gasen und weiteren wichtigen Lebensbausteinen. Zudem entziehen
sie dem Wasser Kohlendioxid und lösen so chemische Reaktionen aus,
die eine effiziente Kalkbildung der Korallen ermöglichen.
Lebensraum zahlreicher Organismen
Ein Korallenriff ist Lebensraum vielfältiger Arten, wie Fische,
Mollusken oder Schalentiere. Es leben ca. 1.000.000 verschiedene
Arten in diesem Ökosystem, davon sind erst 65.000 bekannt. Das
Korallenriff ist die Kinderstube vieler Rifffische, doch auch im
Freiwasser lebende Fische kommen zum Ablaichen oder Beutefang
hierher. Dieser Fischreichtum ist wiederum die Ernährungsgrundlage
für den Menschen.
BEDEUTUNG DER RIFFE |